Was ist ein Risograph?
Der Risograph ist eine Druckmaschine, die in Japan entwickelt und ursprünglich als Kopierer eingesetzt wurde. Das besondere an diesem Kopierer ist, dass er im Schablonendruckverfahren arbeitet und für jede Farbe eine eigene Farbtrommel benötigt wird.

Wie arbeitet ein Risograph?
Risographie ist am besten mit dem Siebdruckverfahren vergleichbar.
Bei der Risographie wird die Vorlage (s/w) vom Risographen eingescannt und gleichzeitig in die Masterfolie gebrannt. Diese Folie (aus Bananenblattfaser) wird während das Scannvorgangs um die Drucktrommel gewickelt. Überall dort wo die Vorlage eine schwarze Fläche hat, ist die Masterfolie druchlässig für Farbe.
Während des Druckvorgangs dreht sich die Farbtrommel und presst gleichzeitig die Farbe durch die Masterfolie. Auf dem Papier ist also der Bereich bedruckt, der in der Vorlage schwarz war.
Möchte man mehr als eine Farbe drucken, muss dieser Vorgang entsprechend oft wiederholt werden. Pro Farbe ist also eine Vorlage nötig und das bereits bedruckte Papier muss nochmals durch den Drucker.

Was ist das besondere an der Risographie?
* der Risograph druckt energiesparsam, da u. a. die Farbe im Gegensatz zu herkömmlichen Kopierern und Tonerdruckern nicht erhitzt werden muss.
* Die Druckfarbe ist soyabasiert und es werden keine Tonerpartikel freigesetzt.
* ein Risograph druckt seeeehr schnell
* die Farbauswahl ist zwar begrenzt, doch Farben wie das Fluo. Pink sind im herkömmlichen CMYK-Digitaldruck nicht realisierbar.
*durch das sehr mechanische Druckprinzip ergeben sich auch kleine „Fehler“ und Abweichungen bei jedem Ausdruck. Dies macht die Risographie zu einem Originaldruckverfahren.